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1. Mai 2022

Aktionen & Laufdemo 

Wann? Sonntag, 1. Mai 13:00 Uhr

Wo? Schlossplatz, Oldenburg

Der 1. Mai  – als internationaler Kampftag der arbeitenden Klasse – ist schon lange ein Tag, der sich mit Lebensverhältnissen und Anerkennung von Arbeiter*innen auseinandersetzt. Wir wollen diesen Tag nutzen, um uns für ein Oldenburg als „eine Stadt für alle“ einzusetzen. 
„Oldenburg – eine Stadt für alle!“ – das ist gleichzeitig der Titel und die Thematik einer Kampagne vom Bündnis für solidarische Intervention, welche wir hier auf dieser 1. Mai Demonstration vorstellen wollen. In Form verschiedener Redebeiträge von Oldenburger Gruppen, wie unter anderen der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (kurz ALSO), der Verdi Jugend (?), NikA Oldenburg, den kritischen Mediziner*innen, dem Klimakollektiv Oldenburg, Seebrücke Oldenburg und Fridays for Future Oldenburg, wollen wir gemeinsam eine Utopie zeichnen!

Die Utopie beschreibt einen Zustand, den wir uns zwar vorstellen können, welcher aber (noch) nicht wirklich existiert. Oldenburg als „Stadt für alle“ ist somit eine Utopie – ein Wunschbild, das leider nicht real ist. 

Es mag realitätsfern und hochtrabend klingen, von Utopien zu reden. Und doch gerade im Angesicht der aktuellen lokalen und globalen Entwicklungen, den sicht- und vor allem hörbaren Rechtsruck in der Gesellschaft, der Endsolidarisierung und der zunehmenden Rücksichtslosigkeit gegenüber Geflüchteten, Wohnungslosen, Trans*personen oder anderen Marginalisierten, nicht einer vermeintlichen Norm entsprechenden Personen, scheint nur noch eine dystopische Zukunft denkbar. Massenüberwachung, digitale Auswertung von persönlichen Daten und die Digitalisierung der Kriegsführung nehmen beängstigende Züge an. Daher ist es gerade nun wichtig, aufzustehen und sich für utopische Gesellschaftsordnungen einzusetzen, Freiräume und Errungenschaften nicht nur zu verteidigen, sondern auszuweiten und ein solidarisches Miteinander mit Leben zu füllen.

Wie würde überhaupt Oldenburg als „Stadt für alle“ aussehen? Genau das wollen wir mit euch herausfinden. Mit unserer Kampagne wollen wir mit euch allen unser Wunschbild eines „Oldenburg für alle“ erarbeiten und entstehen lassen. Dieses wollen wir an die Öffentlichkeit tragen und so auf derzeitige Missstände in Oldenburg aufmerksam machen. Im Zuge unserer Kampagne haben wir drei Fragen um das Ganze ein wenig zu erleichtern, anhand welcher ihr eure Utopie, Kritik und konkrete Handlungsvorschläge für ein solidarisches Oldenburg entwickelt. Schaut dafür auf unserer Webseite vorbei.

Ein solidarisches Oldenburg einsteht nicht von allein. Steht auf gegen Rassismus, Antisemitismus und Faschismus, werdet laut gegen Homo-, Trans- und Queerfeindlichkeit! Setzt euch ein gegen sexistische Strukturen und die Klassengesellschaft, bringt euch in solidarische Projekte ein, versucht euch an gemeinsamer Ökonomie! Schließt euch Strukturen an, die die Klimakrise bekämpfen! Es gibt viel zu tun, aber wir schaffen es gemeinsam!

Also werdet aktiv!

Kramt schon mal eure bequemsten Laufschuhe und schönsten Transpis raus – am 1. Mai werden wir gemeinsam laut! Sagt euren Freund*innen und Familien Bescheid, wir wollen mit euch allen auf die Straße! Lasst uns gemeinsam die Utopie eines „Oldenburg für alle“ zeichnen und uns dafür langfristig und nachhaltig einsetzen! Bei gutem Wetter gibt es im Anschluss zu unserer Demo ein Café beim Alhambra.

Bereits im Vorfeld werden Orte in Oldenburg markiert, um Forderungen langfristig sichtbar zu machen. Dabei können alle mitmachen: alles was ihr braucht sind Sprühschablonen mit kurzen Sätzen und Sprühkreide. Wir freuen uns darüber, wenn möglichst viele Menschen helfen, progressive Forderungen im Stadtbild sichtbar machen.

Lasst uns zeigen was hier alles falsch läuft! Lasst uns Missstände sichtbar machen und gleichzeitig eine klare und konstruktive Kritik am Jetzt formulieren! Denn wir wollen ein solidarisches Oldenburg – eine „Stadt für alle“! Für eine solidarische Gesellschaft, für linke Utopien und ein Oldenburg für alle!